Ein Pflegebett zu Hause ist oft ein Wendepunkt: Plötzlich wird aus „irgendwie geht’s schon“ eine Situation, in der Sicherheit, Komfort und Entlastung im Alltag zählen. Viele Angehörige suchen erst dann nach einer Lösung, wenn das Aufstehen schwerfällt, das Umlagern belastet oder das Sturzrisiko steigt. Genau deshalb lohnt es sich, die Entscheidung nicht nur über den Preis zu treffen, sondern über die Frage: Was wird wirklich benötigt – und wie lange?
Wann ein Pflegebett zu Hause Sinn macht
Ein Pflegebett ist keine Luxuslösung. Es ist ein praktisches Hilfsmittel, wenn Mobilität eingeschränkt ist oder Pflegeaufgaben im Alltag einfacher und sicherer werden sollen. Besonders hilfreich ist es, wenn das Aufstehen aus dem Bett schwerfällt, wenn eine angepasste Liegeposition nötig ist oder wenn Betreuungspersonen regelmässig unterstützen. Durch die richtige Höhe und Verstellbarkeit können Transfers leichter werden – und der Alltag wird für alle Beteiligten spürbar entspannter.
Kaufen oder mieten:
Die wichtigste Frage zuerst
Viele starten mit der Frage „Was kostet ein Pflegebett?“ – die entscheidende Frage ist aber: Wie lange wird es benötigt?
- Wenn der Bedarf vorübergehend ist (z. B. nach OP, Reha, Übergangsphase), ist Mieten oft sinnvoll. Sie erhalten schnell eine passende Lösung, ohne sich langfristig festzulegen.
- Wenn absehbar ist, dass das Pflegebett langfristig gebraucht wird, lohnt sich Kaufen eher. Dann können Ausstattung und Zubehör passend gewählt und dauerhaft genutzt werden.
Ein kurzer Realitäts-Check hilft
Bevor Sie entscheiden, hilft es, diese Punkte kurz zu klären:
- Mobilität: Kann die Person selbstständig aufstehen oder braucht sie Unterstützung?
- Pflegeaufwand: Wie häufig wird geholfen (täglich, nachts, sporadisch)?
- Wohnsituation: Wie viel Platz steht zur Verfügung? Gibt es Hindernisse?
- Zeithorizont: Tage/Wochen oder Monate/Jahre?
Oft reichen wenige Minuten, um ein klares Bild zu bekommen – und genau dabei hilft eine kurze Beratung
Welche Funktionen wirklich zählen
Viele Pflegebetten haben lange Datenblätter. Im Alltag zählen vor allem Funktionen, die wirklich entlasten:
- Höhenverstellung: erleichtert Pflege, Transfer und schont den Rücken der Betreuungspersonen
- Verstellbare Liegefläche: unterstützt komfortables Liegen und Lagerung
- Sicherheit & Stabilität: je nach Situation können zusätzliche Lösungen sinnvoll sein
- Mobilität: Rollen sind praktisch – entscheidend ist, dass das Bett stabil fixiert werden kann Nicht jede Situation braucht alles. Eine gute Auswahl orientiert sich nicht an „mehr ist besser“, sondern an „passend ist besser“.
Zubehör: Nur das, was wirklich hilft
Je nach Bedarf kann Zubehör sinnvoll sein – aber bitte nicht blind dazu kaufen. In vielen Fällen geht es um Komfort und Sicherheit: Lagerung, Unterstützung beim Aufstehen oder Lösungen, die Transfers erleichtern. Entscheidend ist: Zubehör sollte die Situation verbessern – nicht komplizierter machen.
Die beste Lösung ist die, die zum Alltag passt
Ein Pflegebett ist dann gut, wenn es den Alltag spürbar einfacher macht: weniger Belastung, mehr Sicherheit, mehr Ruhe. Ob Kauf oder Miete – die richtige Entscheidung hängt nicht von einem Standard ab, sondern von Ihrer Situation.
Unsicher, welche Lösung passt? Melden Sie sich für eine kurze Beratung – wir helfen Ihnen, schnell die richtige Entscheidung zu treffen.